Spezifische Parkinson-Stimmtherapie nach LSVT®LOUD

 

 

Was ist das?

LSVT®LOUD leitet sich ab von Lee-Silverment-Voice-Treatment. Die spezifische Parkinson-Stimmtherapie ist benannt nach der ersten Parkinson Patientin Lee Silverment, die mit dieser Methode erfolgreich behandelt wurde. LOUD steht in diesem Zusammenhang für den Fokus auf das laute Sprechen. Seit Ende der 80er Jahre wird diese Methode, die aus den USA stammt, erfolgreich insbesondere bei ideopathischem Parkinson angewendet. Effektivitätsnachweise liegen vor.

 

Was soll verbessert werden?

Die Symptome der Erkrankung Parkinson Bewegungsverarmung (Akinese), Muskelsteifigkeit (Rigor), Zittern (Tremor) und eine veränderte Eigenwahrnehmung wirken sich auch auf das Sprechen und die Stimme aus. Typisch sind häufig eine flache Atmung, atemlos werden bei längerem Sprechen und Stimme geben auf Restluft. Das Sprechen ist leise und rau (Hypophonie). Die Sprechlautstärke kann häufig nicht der Umgebungslautstärke angepasst werden, sondern bleibt leise. Es kommt zu undeutlicher Aussprache und zu schnellem Sprechen.

LSVT®LOUD setzt an diesen durch den Parkinson bedingten Problemen an. Die Methode stellt das bewusste laute Sprechen in den Mittelpunkt der Behandlung. Denn durch eine bewusste höhere Sprechlautstärke werden größere Atembewegungen und eine tiefere Einatmung stimuliert, der Artikulationsraum und die Artikulationsbewegungen vergrößern sich, die Stimmlippen schließen wieder fester, so dass die Stimme eine verbesserte Stimmqualität und Durchdringungsfähigkeit erreicht. Außerdem wird durch das bewusste laute Sprechen das Sprechtempo automatisch verlangsamt. Die Verständlichkeit verbessert sich.

 

Wie geht LSVT®LOUD vor?

Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Stimme. Es werden gezielte Stimmkräftigungsübungen durchgeführt. Die dauerhafte durchgehend umgesetzte Erhöhung der Sprechlautstärke bildet den Schlüssel zur dauerhaften Verbesserung der Verständlichkeit.

Um die Bewegungsverarmung zu überwinden, ist ein hoher Kraftaufwand der Stimmmuskulatur, viele Wiederholungen im Rahmen des Lautstärketrainings, Exaktheit in den Übungen, Intensität und gesunde Ermüdung unabdingbar.

Diese Methode erfordert daher eine intensive Behandlung und empfiehlt sich mit einer Frequenz von 4x wöchentlich über einen Behandlungszeitraum von 4 Wochen. Zusätzlich ist ein intensives Üben zu Hause erforderlich, um eine Übertragung des lauten Sprechens in den Alltag zu erreichen. Es ist notwendig, dass Sie sich für den Zeitraum der Kalibrierung während der Therapie, also die Gewöhnung an das laute Sprechen und Annehmen der neuen Lautstärke, Zeit für ihre Stimme nehmen, um erfolgreich Ihr Sprechen in einer angemessenen Lautstärke im Alltag dauerhaft umsetzen zu können.

 

Wann sollten Sie mit LSVT®LOUD beginnen?

So früh wie möglich. Studien zeigen, dass die Beeinträchtigung der Stimme zu einem der Frühssymptome der Erkrankung Parkinson gehört. Je eher Sie also ein regelmäßiges Stimmtraining beginnen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre stimmlichen Schwierigkeiten bestmöglich positiv beeinflussen können und ihre Verständlichkeit und stimmliche Belastbarkeit möglichst lang erhalten bleibt.

 

Was benötigen Sie dafür?

Ihr Neurologe, Hausarzt oder HNO-Arzt stellt Ihnen eine Heilmittelverordnung für Sprach-Sprech-und Stimmtherapie aus. Auf dieser Verordnung sollte die Intensivtherapie in der Behandlungsfrequenz dokumentiert sein.

 

Wer führt die Spezifische Parkinson-Stimmtherapie nach LSVT®LOUD in unserem Praxisverbund durch?

LSVT®LOUD wird in unserem Praxisverbund von Logopäden mit der Zusatzqualifikation LSVT®LOUD-Therapeut  durchgeführt.

 

Ansprechpartner:

Alexandra Neuroth

LSVT-Therapeutin

0561-9802872

 

 

 

Aktuelles

freie Stellen

Für unsere Teams in Hann.Münden und Kassel ( Holländische Str. 198 und Klinikum Kassel ) suchen wir ab sofort Logopäden/Innen

Spezifische Parkinson-Stimmtherapie nach LSVT®LOUD

Unsere Sprechzeiten

Montag - Freitag

Nach Vereinbarung

Sprechzeiten: Mo-Fr nach Vereinbarung